Tipps für guten Band-Sound

 

1. Instrumente

 

Um einen guten Sound zu bekommen, muss das Ursprungsmaterial gut klingen. Also gut klingende Instrumente sind die Voraussetzung schlechthin, damit guter Sound überhaupt möglich ist. Besonders praktisch sind für Auftritte Instrumente, die bereits einen integrierten Tonabnehmer haben, wie das z.B. bei vielen akustischen Gitarren der Fall ist. Integrierte Tonabnehmer haben den Vorteil, dass man damit oft ein sauberes und genügend starkes Signal bekommt, ohne gleich mit Rückkopplungen zu kämpfen.

 

 

2. Mikrofone

 

Es gibt hunderte von Mikrofonherstellern und tausende von Mikrofonen. Es gibt Mikrofone, die den Klang stark färben und andere, die sehr neutral klingen. Ausserdem gibt es Mikrofone in sehr vielen verschiedenen Bauarten (Grösse, Form, Halterung, ...). Die Kunst ist es, für jedes Instrument und jede Stimme ein Mikrofon zu finden, das die Qualität des Instruments oder der Stimme gut zum Tragen bringt, und dabei möglichst die Schwächen kaschiert. Mit der Wahl des Mikrofons kann man bereits viel beeinflussen. Das passende Mikrofon ist die elegante Abkürzung zum guten Sound. Hat man die Zeit, lohnt es sich auf jeden Fall, hier möglichst viel zu probieren mit den Mikrofontypen und deren Position zum Klangkörper.

 

Wichtig ist hier auch noch – nicht jedes Mikrofon eignet sich für jede Situation. Im Studio kommen oft andere Mikrofone zum Einsatz, als auf den Bühnen im Live-Betrieb. Das hat mit der Rückkopplungsanfälligkeit der Mikrofone zu tun, die im Live-Betrieb eine grosse Rolle spielt.

 

 

3. Bühnensound

 

Instrumente haben unterschiedlich viel „natürlichen Output“. Eine akustische Gitarre klingt viel lauter, als eine unverstärkte elektrische Gitarre. Ein Schlagzeug ist viel lauter als ein Klavier. Der Bühnensound wird von drei Faktoren beeinflusst:

 

a) natürlicher Sound der Instrumente (Schlagzeug, akustische Gitarre, Klavier, ...)

 

b) verstärkter Sound der Instrumente (elektrische Gitarre, Bass, E-Piano, ...)

 

c) Sound, der über die Monitore kommt

 

Für einen guten Sound ist es wichtig, dass man die Summe des Bühnensounds möglichst klein hält. Also massvoll mit den Amps verstärken und moderate Monitorpegel. So kann über die Front viel differenzierter gemischt werden. Wer noch einen Schritt weiter gehen will, arbeitet mit In-Ear Monitoring und Kemper.

 

 

4. PA

 

Bei der PA verhält es sich wie bei den Mikrofonen. Die Auswahl scheint unendlich zu sein, aber nur mit dem richtigen System am richtigen Ort lässt sich sinnvoll arbeiten. Entsprechend macht es Sinn, sich genau zu überlegen was es vor Ort braucht.

 

 

5. Equalizing

 

Wenn der Raum nicht ganz ideal ist (was er in der Realität nie ist) oder das Instrument/Mikrofon/PA nicht genau so klingt, wie man sich das vorstellt, kann man mit dem Equalizer nachhelfen. Auch hier ist die Kunst, „nervige“ Anteile des Klangs abzusenken und zu schwach ausgeprägte Anteile massvoll anzuheben. Unter dem Strich sollte man sich jedoch möglichst auf das Absenken beschränken und nur minimal Anhebungen vornehmen.

 

 

6. Raumakustik

 

Der Raum spielt eine sehr grosse Rolle für den Sound. Es lohnt sich sehr, eine akustisch geeignete Lokalität für das Konzert zu wählen. Ist der Raum dennoch problematisch, kann man mit Molton oder schallabsorbierenden Elementen die Akustik positiv beeinflussen. Sofern Zeit und Mittel vorhanden sind, lohnen sich solche Massnahmen immer!

 

Im Hochtonbereich ist es relativ einfach, den Schall etwas zu absorbieren. Je tiefer die Töne, desto schwieriger wird das Unterfangen. Für Bässe ist eine effiziente Absorption praktisch kaum realisierbar, da es dazu Unmengen an Material benötigt, um die langen Schallwellen zu stoppen.

 

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