Mischpult

 

Ein Mischpult ist ein Gerät, das es erlaubt, mehrere Tonsignale zu mischen. Bei DJs geht es darum, verschiedene Musiktitel oder Samples ineinander zu mischen, bei Konzerten geht es darum, die Vielzahl der Mikrofone und Tonsignale der Instrumente zu einem harmonischen Klangbild zusammen zu fügen.

 

 

DJ Mischpult

 

Das klassische DJ Mischpult hat 4 Kanalzüge für Line-Signale (CD-Player, Medienplayer, Laptop, etc.) sowie 1-2 Mikrofonkanäle. Je nach Pult kommen noch Effekte dazu, die zum kreativen Mischen neue Möglichkeiten eröffnen.

Durch die Umstellung vieler DJs von Platten und CDs auf Laptops verschwinden die klassischen Mischpulte immer mehr und werden durch "Controller" ersetzt, die als Hardwareergänzung einer DJ-Software den Laptop fernsteuern und über eine integrierte Mischpultfunktion verfügen. Optisch sehen Controller meist aus wie eine Kombination von CD/Medienplayern und einem DJ-Mixer.

 

Live Mischpult analog

 

Für Bands wurden analoge Mischpulte eingesetzt, bis sie oft von digitalen Pulten ersetzt wurden. Ein klassisches Analogpult kann die ankommenden Signale mischen. Es gibt mehrere "Mischungen" also Mixe, die man realisieren kann. Einen Mix für die Beschallungsanlage, das Publikum und mehrere "Monitormixe", damit die Künstler sich selber hören können. Bei grossen Events gibt es ausserdem Mixe für Recording und Radioübertragungen.

 

Effekte, grosse Equalizer, Dynamics und sonstiges Zubehör muss bei Analogpulten verkabelt werden, was bei grösseren Produktionen zu einem ziemlich komplex aussehendem Kabelsalat führt.

 

Live Mischpult Digital

 

Digitale Mischpulte wurden zu Beginn ihrer Einführung teils sehr kritisch betrachtet. Es wurde ihnen ein "kalter", unnatürlicher Sound nachgesagt, was in Fachkreisen zu teils kontroversen Diskussionen führte.

Heute gibt es kaum grössere Produktionen, die ohne digitale Mischpulte unterwegs sind. Die Vorteile der Technologie überwiegen klar und die Vorbehalte dem Sound gegenüber sind praktisch vollständig verschwunden.

Ein digitales Mischpult ist an sich ähnlich aufgebaut wie die analogen Vorgänger, vereint aber viele Vorteile des technologischen Fortschritts. Hier ein paar Möglichkeiten, die von gängigen Digitalpulten umgesetzt werden können:

 

- parametrische Equalizer in allen Inputkanälen, teilweise auch in allen Outputkanälen

- Kompressoren und Gates in allen Inputkanälen

- Spectrumanalyzer für alle Kanäle (Inputs und Outputs)

- umfassende Routingmöglichkeiten

- Speichern von Einstellungen, Vorbereitung von Shows am Laptop

- Fernsteuerbarkeit der Konsole (mit Tablet)

- weniger Gewicht, kompaktere Bauweise

- statt analoger Multicores (mit extrem viel Gewicht) nur noch ein Cat5 oder Glasfaserkabel

- integrierte Effektprozessoren

- einfachere Anbindung an PC-Systeme zur Aufzeichnung (Livemitschnitte oder Studio)

- und viele mehr...

 

 

Wann braucht es ein digitales,  wann ein analoges Mischpult?

 

Wie so oft gibt es keine allgemeingültige Antwort. Für einfachere Beschallungsaufgaben kann es Sinn machen, analoge Pulte zu benutzen, da sie übersichtlicher sind und man damit weniger falsch machen kann. Sofern also nicht viele Effekte notwendig sind und keine komplexen Routings gefragt sind, ist das Analogpult eine gute Wahl. Klassische Anwendungen sind Sportveranstaltungen, Sprachbeschallungen, kleine Gigs in akustisch unproblematischer Umgebung.

 

Ein digitales Mischpult kann die stärken ausspielen, wo die Signale stark bearbeitet werden müssen (Equalizer, Kompressoren, etc.), wo ein dickes Multicore stört und wo man viele Einstellungen speichern muss. Grundsätzlich ist bei Konzerten und Anwendungen mit vielen Inputs ein Digitalpult fast immer im Vorteil.

 

Und doch sei nicht unerwähnt, dass es noch heute namhafte Bands und Tontechniker gibt, die ihr analoges Equipment weiterhin bevorzugen und damit auf Tour sind.

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